Vorsorge treffen – Sicherheit im Haushalt

Besonders Menschen mit Parkinson sollten die Sicherheit in den eigenen vier Wänden in Augenschein nehmen. Diese kleine Mühe kann Unfällen mit schlimmen Folgen vorbeugen und trägt außerdem dazu bei, den Alltag selbstbestimmt und eigenständig zu bewältigen.

Zu Hause lebt es sich gefährlich. Was klingt wie ein schlechter Scherz, ist bei näherer Betrachtung das Fazit einer fatalen Entwicklung. Allein im Jahr 2015 kamen in Deutschland 9.585 Menschen über 45 Jahren durch einen häuslichen Unfall ums Leben.[1] Das Risiko eines tödlichen Unfalls im Haushalt ist damit deutlich höher als im Straßenverkehr. Im gleichen Zeitraum starben dort 3.500 Menschen. Nicht zuletzt durch den demografischen Wandel steigt die Zahl tödlicher Unfälle im Haushalt seit 2007 kontinuierlich an.

Um sichere Verhältnisse im Haushalt herzustellen, gehen Sie am besten strategisch vor. Achten Sie darauf, potenzielle Sturzrisiken und Stolperfallen zu beseitigen. Manches lässt sich aus dem Weg räumen, anderes ist möglicherweise mit baulichen Maßnahmen verbunden. Die daraus entstehenden Kosten müssen Sie nicht grundsätzlich alleine tragen, denn: Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen haben einen Anspruch auf eine barrierefreie Veränderung ihres persönlichen Wohnumfelds. Umbauten wie Zugänge zum Haus oder der Wohnung, eine Verbreiterung von Türen, die Entfernung von Türschwellen oder die Anbringung von Handläufen und Griffen können von der Kranken- oder der Pflegekasse bezuschusst werden.

Gehstock, Rollator oder Rollstuhl tragen ebenfalls dazu bei, Unfälle zu verhindern und mobil zu bleiben. Die entstehenden Kosten für derartige Hilfsmittel tragen in aller Regel ebenfalls Kranken- oder Pflegekasse.

Checkliste für häusliche Sicherheit

  • Gestalten Sie Ihr Wohnumfeld kontrastreich, um Gefahren zu erkennen
  • Sorgen Sie für eine gute Ausleuchtung der Räume
  • Befestigen Sie Teppiche, vermeiden Sie glatte Böden
  • Lassen Sie nichts auf dem Boden herumliegen, räumen Sie Kabel aus dem Weg
  • Kennzeichnen Sie Stufen mit kontrastierendem Klebeband
  • Bringen Sie an wichtigen Stellen im Haus Handläufe und Haltegriffe an
  • Tragen Sie Sehhilfen sofern es erforderlich ist
  • Halten Sie Notrufnummern stets griffbereit
  • Tragen Sie eine Personennotrufanlage bzw. Ihr Handy immer bei sich

Ausführliche Informationen wie Sie sich sicher in den eigenen vier Wänden bewegen können, finden Sie in unserer Broschüre „Sicherheit im Alltag“, die Sie sich hier kostenlos herunterladen können.

Ebenfalls hilfreich ist die Aktion „Das sichere Haus“ des Deutschen Kuratoriums für Sicherheit in Heim und Freizeit e. V. (DSH). Unter www.das-sichere-haus.de finden Sie weitere Tipps, Tricks und Anregungen für ein sicheres Zuhause.

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