Unterstützung durch die Familie

Für viele Menschen ist die Diagnose RLS eine Erleichterung. Endlich werden ihre Beschwerden angemessen beschrieben und begreifbar. Bis dahin ist es für die Betroffenen aber oftmals ein langer Weg.

Chronische Erkrankungen wie das Restless-Legs-Syndrom begleiten die Betroffenen über lange Zeiträume ihres Lebens – vielfach sogar lebenslang. Mitbetroffen von der Erkrankung sind in aller Regel auch die Familien der Erkrankten. Soziale Aktivitäten, Familienleben und Freizeit – alle Bereiche stehen mit dem Fortschreiten der Erkrankung auf dem familiären Prüfstand. Viele RLS-Erkrankte leiden neben den typischen Symptomen an den Schwierigkeiten, dem unmittelbaren Umfeld klarzumachen, was die Beschwerden wirklich ausmacht. Im Familienalltag kann dies schnell auf Unmut und Unverständnis stoßen, denn: RLS ist unsichtbar und schwer zu fassen. Der Bewegungsdrang wird vom Umfeld nicht wahrgenommen.

Vor diesem Hintergrund bedeutet die Diagnose RLS für viele Betroffene zunächst einmal Erleichterung, weil der eigene Leidensdruck einen Namen und eine akzeptierte Agenda bekommt. Die Praxis zeigt, dass eine RLS-Diagnose auch innerhalb der Familie für mehr Offenheit im Gespräch untereinander sorgen kann. In vielen Fällen ist das Ergebnis eines offenen Umgangs mit den Beschwerden mehr Verständnis für die Probleme der Betroffenen. Plötzlich werden die quälenden Abende in Theatern und Kinos für das Umfeld nachvollziehbar und der Leidensdruck des Betroffenen verständlich. Auf der Grundlage gemeinsamer Gespräche finden sich so gute Lösungen, um sich neue Lebensqualität zu erschließen. Wer weiß, vielleicht sind ein Spaziergang im Wald oder ein Besuch im Zoo attraktive Alternativen für Kino- und Theaterbesuche.

Unterstützung durch die Familie
Unterstützung durch die Familie

Viele Betroffene empfinden auch den Austausch mit anderen Erkrankten als sehr positiv. Finden Sie es doch einfach für sich heraus, ob Sie aktiv an einer Selbsthilfegruppe oder einem Internetforum teilnehmen möchten.

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