Viele Stürze lassen sich vermeiden

Gang- und Gleichgewichtsstörungen zählen zu den wichtigsten Behinderungen durch die Parkinson-Erkrankung. Die meisten Stürze passieren zu Hause. Entschärfen Sie gefährliche Stolperfallen.

Im Laufe der Erkrankung gehören Gleichgewichtsstörungen oder Schwindel zum Alltag. Viele Betroffene fühlen sich beim Gehen oder Stehen unsicher. Die Gründe dafür sind vielfältig: Einerseits lässt die muskuläre Stabilität mit dem Alter nach, andererseits kann es zu Störungen des körpereigenen Regulationssystems von Muskeln, Gelenken und „Sensoren“ kommen. Die Auswirkungen können durchaus dramatisch sein und zu schweren Stürzen führen.

Wenn gesunde Menschen beispielsweise ins Stolpern geraten, dann sorgen unwillkürliche Reflexe dafür, dass automatische eine Gegenbewegung eingeleitet wird. Stürze werden dadurch in vielen Fällen verhindert. Kommt es zum Sturz, dann gelingt es durch die Gegenbewegung häufig, die schlimmsten Folgen abzumildern. Bei Parkinson-Patienten sind diese schützenden Reflexe vielfach gestört. Gegenbewegungen, die vor einem Sturz schützen, sind so vielfach nicht möglich. Plötzliche Bewegungen auffangen und problematische Situationen auszubalancieren, werden dadurch nahezu unmöglich.

Vor diesem Hintergrund gilt es, potenzielle Stolperfallen im direkten Umfeld des Erkrankten zu lokalisieren und schnellstmöglich zu beseitigen. Zur Vermeidung von Stürzen sollten Sie auf potenzielle Sturzursachen wie die folgenden achten und diese ggfs. beseitigen:

  • Rutschige Fußböden
  • Türschwellen, Bodenübergänge, Teppichkanten
  • Fehlende Handläufe an Treppen
  • Ungeeignetes Schuhwerk
  • Ablenkung beim Gehen
  • Keine ausreichende Beleuchtung
  • Engpässe vermeiden
Viele Stürze lassen sich vermeiden
Viele Stürze lassen sich vermeiden

Beispiele wie diese verdeutlichen, dass Stolperfallen überall lauern. Bitte schauen Sie in Ihrem persönliches Umfeld auch auf andere potenzielle Stolperfallen.

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