Schwerbehinderung anerkennen lassen

Menschen, deren gesundheitlicher Zustand eingeschränkt ist, können beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen eine Schwerbehinderung anerkannt bekommen.

Die Diagnose Morbus Parkinson kennzeichnet eine chronische Erkrankung. Doch das alleine reicht nicht aus, um eine Schwerbehinderung anerkannt zu bekommen. Der Definition nach liegt eine Behinderung dann vor, Wenn die körperliche, geistige oder seelische Gesundheit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht und daher die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben beeinträchtigt ist. Die Stärke der Beeinträchtigung wird als Grad der Behinderung (GdB) bezeichnet. Er kann zwischen den 20 und 100 Prozent liegen. Wer einen GdB von mehr als 50 Prozent hat, der gilt im Allgemeinen als schwerbehindert.

Die nachfolgende Tabelle dient der Orientierung und listet Anhaltswerte für die Einschätzung des GdB bei Morbus Parkinson auf.

Grad der Behinderung (GdB)

Funktionsstörungen bei Morbus Parkinson

30 – 40 %

  • Geringe Störungen der Bewegungsabläufe (ein- oder beidseitig)
  • Geringe Verlangsamung
  • Keine Gleichgewichtsstörungen

50 – 70 %

  • Deutliche Störungen der Bewegungsabläufe
  • Erhebliche Verlangsamung
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Unsicherheiten beim Umdrehen

80 – 100 %

  • Schwere Störungen der Bewegungsabläufe bis hin zur Bewegungsunfähigkeit
Schwerbehinderung anerkennen lassen
Schwerbehinderung anerkennen lassen

Der Schwerbehindertenausweis muss beim Versorgungsamt beantragt werden –in einigen Regionen auch bei der Kommunalverwaltung. Ein formloses Anschreiben reicht. Legen Sie dem Antrag Kopien von ärztlichen Befunden und allen Bescheinigungen bei, über die Sie verfügen. Damit können sich die Bearbeitungszeiten deutlich verkürzen.

Wichtig: Wenn Sie bestimmte Nachteilsausgleiche wie Freifahrten im ÖPNV oder eine Befreiung von der Rundfunkgebühr in Anspruch nehmen zu können, müssen im Schwerbehindertenausweis besondere Merkzeichen eingetragen sein.

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