Schlechtes Riechvermögen kann ein frühes Anzeichen für M. Parkinson sein

Seit vielen Jahren gibt es Hinweise darauf, dass ein vermindertes Riechvermögen ein Indiz für eine spätere Erkrankung an Morbus Parkinson sein könnte. Eine neuere Untersuchung stützt diese These.

Fieberhaft arbeiten Forscher in aller Welt daran, Vorboten der Parkinson-Erkrankung aufzuspüren. Seit geraumer Zeit stehen der Geruchssinn und das Riechvermögen im Verdacht, Anzeichen für neurodegenerative Erkrankungen zu sein. Vorboten wie diese bedeuten nicht zwangsläufig, dass Beeinträchtigungen einen Hinweis auf Morbus Parkinson geben müssen. Dennoch können sie ein Zeichen für eine beginnende Neurodegeneration sein.

Eine Studie aus dem Jahr 2017 untermauert diese Theorie. Demnach sind Riechstörungen häufig das erste Symptom einer degenerativen Hirnerkrankung. In einer Kohortenstudie hatten die betroffenen Senioren ein deutlich erhöhtes Risiko innerhalb von zehn Jahren an einem Morbus Parkinson zu erkranken.

An der Untersuchung im Jahr 1999/2000 hatten 2.462 Senioren an einem einfachen Riechtest teilgenommen. Das Ergebnis: Das relative Risiko in den Folgejahren an Morbus Parkinson zu erkranken war um den Faktor 4,8 (95 % Konfidenzintervall 2,0 – 11,2) erhöht. Es war für Männer stärker ausgeprägt als für Frauen. Nicht geklärt werden konnte, ob der Riechtest für eine Frühdiagnose geeignet ist. Fest steht allerdings, dass das grundsätzliche Risiko für Menschen mit einem schlechten Riechvermögen an Morbus Parkinson zu erkranken vergleichsweise gering ist. In der Kohorte erkrankten insgesamt nur 42 Menschen.

Schlechtes Riechvermögen kann ein frühes Anzeichen für M. Parkinson sein
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