RLS und Familie: Verständnis für die Betroffenen

Chronische Erkrankungen betreffen in aller Regel mehrere Menschen: den Erkrankten selbst und Personen aus dem engsten Umfeld. Offene Gespräche helfen, um zu verstehen, was die Erkrankung auslöst.

Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) ist eine chronische Erkrankung, die Betroffene eine lange Zeit begleitet – oft sogar lebenslang. Auch für das engste Umfeld des Erkrankten verändert sich das Leben mit der Diagnose. Schließlich erlebt das Umfeld die durch die Krankheit ausgelösten Beschwerden unmittelbar mit. In einigen wenigen Fällen sorgt RLS sogar für eine deutliche Beeinträchtigung des Familienlebens mitsamt der sozialen Aktivitäten.

Die nach außen hin unsichtbare Erkrankung macht es den Betroffenen schwer, Beschwerden in Gänze zu beschreiben. Dieser Mangel an effizienter Kommunikation macht es für die Menschen im unmittelbaren sozialen Umfeld nahezu unmöglich, zu begreifen, was RLS wirklich ausmacht und für den Betroffenen bedeutet. Vielfach erwächst aus Situationen wie dieser Unverständnis. Spannungen und Missverständnisse sind die Folge. Ratsam sind deswegen einfühlsame Gespräche, die von gegenseitiger Rücksicht geprägt sind, um den gemeinsamen Alltag und die Freizeit neu zu organisieren. Sollte der Partner unter periodischen Beinbewegungen leiden, so gilt es auf der Grundlage der richtigen Diagnose und Therapie eine Lösung zu finden, bei der beide Partner nachts zur Ruhe kommen können.

RLS und Familie: Verständnis für die Betroffenen
RLS und Familie: Verständnis für die Betroffenen

Für viele Betroffene und deren Angehörige ist es eine wertvolle Erfahrung, mit anderen Patienten in Kontakt zu kommen, die gleiche oder ähnliche Probleme haben. Vor diesem Hintergrund ist die Mitgliedschaft in einer Selbsthilfegruppe zu empfehlen. Dort sind auch Gäste und Angehörige herzlich willkommen. Kontaktadressen und Gruppen finden Sie bei der Deutschen Restless Legs Vereinigung e. V.

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