RLS im Beruf: Offenheit gegenüber Chef und Kollegen

Der offene Umgang mit der RLS-Erkrankung nimmt die Angst vor plötzlichen „unruhigen“ Beinen. Mit kleineren Anpassungen am Arbeitsplatz lassen sich die meisten Probleme ausräumen.

Bewegungsdrang und Missempfindungen einer RLS-Erkrankung können Auswirkungen auf das Berufsleben haben. Stundenlange Konferenzen oder Geschäftsreisen stellen für viele Betroffene ernsthafte Hürden dar, die nur schwer zu überwinden sind. Vielfach können diese Beschwerden mit Medikamenten so gut behandelt werden, dass Beeinträchtigungen im Berufsleben beherrscht werden können. Eine generelle Einschränkung der Berufsfähigkeit bildet die Ausnahme. Müdigkeit oder Konzentrationsmängel können allerdings dazu führen, dass bei Schichtarbeitern oder in sogenannten Risikoberufen Einschränkungen erfolgen müssen.

Vielfach reichen schon moderate Anpassungen des Arbeitsumfelds, um die Bedingungen an die Bedürfnisse von RLS-Betroffenen anzupassen. Voraussetzung dafür ist Offenheit gegenüber Vorgesetzten und Arbeitskollegen. Dieser nicht immer ganz einfache Schritt bereitet den Boden, um Chefs und Kollegen über die RLS-Erkrankung mit Informationen zu versorgen. Hilfreich kann zum Beispiel die Einbeziehung des behandelnden Arztes sein. Ein Brief oder anderweitige Erläuterungen von medizinischer Seite können dabei eine wertvolle Unterstützung sein, um eine neue Basis für ein erfolgreiches Berufsleben zu legen.

RLS im Beruf: Offenheit gegenüber Chef und Kollegen
RLS im Beruf: Offenheit gegenüber Chef und Kollegen

In größeren Unternehmen bieten sich unter Umständen sogar neue Perspektiven an. Häufig bieten Unternehmen Mitarbeitern, die erkrankt sind, Umschulungen oder Weiterbildungsmaßnahmen an, die geeignet sind, die Weichen in Richtung eines erfolgreichen Berufslebens zu stellen. Ansprechpartner sind Betriebsärzte oder Schwerbehindertenbeauftragte. Beide sind übrigens zur Vertraulichkeit verpflichtet.

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