Osteoporose erhöht die Gefahr von Stürzen

Patienten mit idiopathischem Parkinson-Syndrom (IPS) erkranken deutlich häufiger als die Allgemeinheit an Osteoporose. Regelmäßige Bewegung und eine ausreichende Calciumzufuhr können vorbeugend wirken.

Mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden an Osteoporose. Rund 80 Prozent von ihnen sind Frauen. Osteoporose ist eine bekannte Begleiterkrankung von Morbus Parkinson. Sie gilt allgemein als typische Alterserkrankung und führt dazu, dass die Knochen dünner, poröser und damit anfälliger für Brüche werden. Vereinfacht gesagt, ist unter Osteoporose die Abnahme der Knochendichte durch verstärkten Abbau des Knochengewebes zu verstehen. Häufig wird dieser Effekt durch einen Calciummangel verstärkt Rund 1.500 Milligramm benötigen Erwachsene täglich. Einen Teil des Calciumbedarfs können Sie mit entsprechenden Mineralwässern decken, deren Calciumgehalt bei 300 bis 600 Milligramm pro Liter liegen sollte.

Die Kombination aus Parkinson-typischen Bewegungseinschränkungen und Osteoporose kann die Wahrscheinlichkeit von Stürzen erhöhen – oft sind die Folgen erheblich. Geringes Körpergewicht kann die Auswirkungen bei Stürzen zusätzlich erhöhen. Vor diesem Hintergrund sollte der Body-Mass-Index nicht unter einen Wert von 20 fallen. Therapien zielen darauf ab, dem Mangel an Calcium und Vitamin D vorzubeugen. Neuere Behandlungen sollen den Knochenbau anregen oder den Knochenabbau hemmen. Regelmäßige sportliche Bewegung kann ebenfalls dazu beitragen, die Knochenstabilität zu fördern. Krafttraining an Geräten, Wandern, Tanzen, Walking oder Gymnastik und Schwimmen können sich ebenfalls günstig auf die Knochenbildung auswirken. Berücksichtigen sollten Sie dabei allerdings immer Ihre individuelle Belastbarkeit.

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