Nebenwirkungen dopaminerger Therapien

Dopaminerge Therapien können RLS-Beschwerden wirksam lindern. Eine wichtige Nebenwirkung dieser Therapieform ist die Augmentation – also eine Verstärkung der Symptome bei gleichbleibender Dosis der wirksamen Therapie.

Übelkeit, Erbrechen oder Blutdruckabfall mit Schwindelgefühlen – so lassen sich die wichtigsten Nebenwirkungen dopaminerger Therapien kurz zusammenfassen. Vielfach treten Nebenwirkungen in den ersten Wochen einer RLS-Behandlung auf. Allerdings sind RLS-Therapien in dieser Phase der Erkrankung häufig von geringen Medikamentendosen gekennzeichnet, die auch nur in geringen Abstufungen erhöht werden. Deswegen kann die Behandlung in vielen Fällen so fein justiert werden, dass sich Nebenwirkungen vermeiden lassen oder zumindest vermindert werden.

Eine weitere Nebenwirkung ist die sogenannte Augmentation. Sie tritt unter L-Dopa-Behandlung häufiger auf als unter Dopamin-Agonisten. Unter Augmentation ist eine Zunahme der Beschwerden bei gleichbleibender Medikamentendosis zu verstehen, obwohl die Therapie zu Beginn wirkungsvoll war. In der Praxis berichten Betroffene in diesen Fällen von verstärkten RLS-Symptomen, die auch auf andere Körperregionen übergreifen können. In einigen Fällen treten Beschwerden auch im Tagesverlauf auf. Außerdem können sie ausgeprägter sein als zu Beginn der Therapie.

Nebenwirkungen dopaminerger Therapien
Nebenwirkungen dopaminerger Therapien

Mit alledem wird ein Kreislauf angestoßen: Stärkere RLS-Symptome verlangen nach einer höheren Dosis an Medikamenten. Im Ergebnis wird die Augmentation so gefördert. Eine Anpassung oder Umstellung der Medikation durch den behandelnden Arzt kann dann sinnvoll sein.

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