In eigener Sache: Neues vom 91. DGN-Kongress

Professor Daniela Berg, die Direktorin des Kieler Universitätsklinikums, präsentierte auf dem Jahreskongress 2018 der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) vielversprechende Therapiestudien zur Parkinson-Erkrankung.

Professor Daniela Berg, die Direktorin des Kieler Universitätsklinikums, präsentierte auf dem Jahreskongress 2018 der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) vielversprechende Therapiestudien zur Parkinson-Erkrankung. Demnach zeichnen sich erste Therapien ab, die an der Krankheitsursache ansetzen. Für einige Unterformen, bei denen genetische Mutationen zur Erkrankung beitragen, stehen nun erstmals Therapien zur Verfügung, die an durch die Mutation bedingten Stoffwechselprozessen ansetzen.

Darüber hinaus haben Therapiestudien begonnen, die allgemeine Krankheitsmechanismen adressieren. „Dies sind z. B. Therapien, die den zu hohen Gehalt an freie Radikale begünstigendem Eisen vermindern oder die Ausbreitung des für die Parkinson-Erkrankung typischen fehlgefalteten Eiweißes verhindern sollen“, erklärt Berg. Für den Einsatz dieser Therapien sei eine möglichst sichere Diagnose in einem möglichst frühen Stadium der Parkinson-Erkrankung essenziell, betont Berg. Die Parkinson and Movement Disorders Society hat unter Leitung von Daniela Berg und Prof. Ronald Postuma aus Kanada Kriterien zur Frühdiagnose erarbeitet.

Neben den ursächlichen Therapien mehren sich die Hinweise, dass ein Lebensstil, der zu Übergewicht, hohem Blutdruck und Diabetes führt (Metabolisches Syndrom), häufiger mit Parkinson assoziiert ist, während eine gesunde Ernährung und ausreichend körperliche Aktivität als präventiv einzustufen sind. Ergebnisse der TREND-Studie zeigen, dass körperliche Aktivität und geistige Flexibilität depressive Stimmungsauslenkungen mildern und Schlafstörungen verbessern, die Zeichen eines beginnenden Prozesses des Nervenzelluntergangs sein können. „Die gute Nachricht ist: In einem gewissen Rahmen kann jeder Einzelne zur Parkinson-Prävention beitragen“, sagt Daniela Berg.

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