Fit und beweglich bleiben

Ausdauer- und Krafttraining haben einen positiven Einfluss auf die körperliche Fitness von Menschen, die an Morbus Parkinson erkrankt sind. Gleichzeitig verbessert sportliche Betätigung die Stimmung und steigert die Lebensfreude.

Fitness und Beweglichkeit sind für Menschen, die an Morbus Parkinson erkrankt sind, von großer Bedeutung. Sprechen Sie mit Ihrem Neurologen, welche Art der Bewegung gut für Sie geeignet ist. Körperliche Aktivitäten – zum Beispiel länger andauerndes Training mit vielen Wiederholungen – kann die Durchblutung und die Verschaltungen des Gehirns positiv beeinflussen. Sportliche Disziplinen wie Tanzen, Nordic Walking, Wandern, Tai Chi, Chi Gong oder auch Radfahren und Schwimmen sorgen außerdem dafür, dass der Körper vermehrt Dopamin produziert.

Auch spezielle Programme wie LSVT®BIG helfen den Betroffenen, im Alltag fit und beweglich zu bleiben. Darüber hinaus sorgen sportliche Aktivitäten für Erfolgserlebnisse. Und die lassen sich am ehesten erreichen, wenn Sie sich beim Sport fordern, ohne sich dabei zu überfordern. Schließlich soll das Ganze ja Spaß machen. Ihre Motivation ist also von entscheidender Bedeutung, denn: Die Bewegung wirkt sich positiv auf Ihre Stimmung aus. Außerdem beeinflusst sie Kraft, Gleichgewicht, Schrittlänge- und -geschwindigkeit. Von alledem können Betroffene im Alltag profitieren. Sport verbessert

  • die Leistungsfähigkeit von Herz und Kreislauf
  • den Energiestoffwechsel
  • Muskelkraft und -masse
  • Haltung und Gleichgewicht
  • Schrittgeschwindigkeit und -länge
Fit und beweglich bleiben
Fit und beweglich bleiben

Bei der Entscheidung für eine Sportart können sich Parkinson-Patienten an den eigenen körperlichen Beeinträchtigungen orientieren. Im frühen Krankheitsstadium mit leichten bis mittleren Beeinträchtigungen sind Ausdauersportarten mit geringem bis mittlerem Krafteinsatz (Schwimmen/Nordic-Walking/Wandern) oder koordinativ anspruchsvolle Bewegungen (Tanzen) gut geeignet. In fortgeschrittenen Stadien oder bei schweren Beeinträchtigungen können Parkinson-Patienten auf dem Fahrradergometer trainieren oder ein Krafttraining im Sitzen absolvieren.

Sportler mit M. Parkinson sollten ein Augenmerk auf die Verletzungsgefahr richten. Vor allem Sportarten mit hohem Sturzrisiko sind weniger gut geeignet. So hat es sich beispielsweise bewährt, Gymnastikübungen nur dann im Stand durchzuführen, wenn eine weitere Person Hilfestellung leisten kann.

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