Fahrtauglichkeit im Fokus

Das Führen eines Fahrzeugs stellt hohe Anforderungen an die kognitiven und motorischen Fähigkeiten eines Menschen. Im eigenen Interesse sollten Menschen mit Parkinson ihrer Vorsorgepflicht nachkommen und die Fahrtauglichkeit regelmäßig überprüfen lassen.

Mit der Parkinson-Diagnose kann sich das Leben der Betroffenen erheblich verändern. Dazu zählt auch das Führen eines Pkw. Der Gesetzgeber macht dazu klare Vorgaben. Meldungen über eine Parkinson-Erkrankung erhalten die Fahrerlaubnisbehörden indes nicht. Eine amtliche Kontrolle der Fahreignung findet nicht statt, der Führerschein bleibt ungeprüft beim Kraftfahrer. Jeder Erkrankte hat eine gesetzliche Vorsorgepflicht, er darf andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährden. Man vermutet, dass eine Fahrtauglichkeit nur in leichten Fällen der Erkrankung oder bei einer erfolgreichen Therapie gegeben ist. Unterschieden wird bei dieser Einschätzung zwischen den Begriffen Fahrtauglichkeit und Fahrfähigkeit/Fahrtüchtigkeit. Die Fahrtauglichkeit bezeichnet die generelle Fahreignung. Fahrfähigkeit oder Fahrtüchtigkeit beschreiben die situations- und zeitbezogene Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen.

Darüber hinaus sollten sich Betroffene bei jeder sich bietenden Gelegenheit selbst überprüfen, um der Vorsorgepflicht nachzukommen. Fragen Sie sich selbst, wie gut Sie eigentlich fahren. Stellen Sie die gleiche Frage an Mitfahrer. Überlegen Sie, was sich an Ihrem Fahrverhalten verändert hat. Versuchen Sie „gute“ Fahrzeiten herauszufinden, und überlegen Sie, ob und wie viel Sie wirklich fahren müssen. Bitte beachten Sie auch die folgenden Aspekte:

  • Bei gestörtem Nachtschlaf oder gelegentlicher Schläfrigkeit sollten Sie kein Fahrzeug führen.
  • Nutzen Sie bei der Anreise zu emotional aufgeladenen Terminen Bus, Bahn oder Taxi.
  • Beachten Sie Warnzeichen (z. B. Sekundenschlaf), und reagieren Sie sofort.

Weisen Sie Ihre Fahrtauglichkeit in gewissen Abständen – nicht zuletzt aus versicherungstechnischen und strafrechtlichen Gründen – freiwillig nach. Sprechen Sie Ihren Arzt auf dieses wichtige Thema an. Er wird Sie beraten und ggf. überprüfen (lassen), ob Ihre generelle Fahreignung gefährdet ist oder möglicherweise eine zeitlich/situativ begrenzte Fahrfähigkeit besteht.

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