Die Haut – ein wirkungsvolles Schutzschild

Über die gesamte Lebenszeit passt sich die Haut an unterschiedliche Gegebenheiten an. Ein Blick auf die Haut verdeutlicht die Leistungsfähigkeit des größten menschlichen Organs.

Mit einer Größe von fast zwei Quadratmetern ist die Haut das größte Organ des Menschen. Sie ist schützender Mantel und Spiegelbild der Seele. Menschen erröten vor Scham, werden blass vor Schreck oder bekommen sogar vor Wut Pickel. Alles das geschieht, ohne dass es gesteuert werden könnte. Unsere Haut dient als Schutzschild und bildet gewissermaßen eine Barriere zwischen Körper und Umwelt. Aus physiologischer Perspektive übernimmt die Hautoberfläche eine wichtige Funktion bei der Regelung des Temperaturhaushalts. Nicht nur bei Medikamenten, die über die Haut aufgenommen werden, spielt sie deswegen eine wichtige Rolle. Grund genug, um sich die Funktionen der Haut einmal näher anzusehen.

Insgesamt drei Mechanismen machen die Haut zu einem wirkungsvollen Schutzschild:

• Hautbarriere

Als Barriere sorgt die Haut dafür, dass der Körper nicht übermäßig an Wasser verliert. In umgekehrter Richtung schützt die Haut vor dem Eindringen von Allergenen und Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze.

• Hydrolipidfilm

Ein Gemisch aus Wasser (hydro) und Fett (lipos) überzieht die Hautoberfläche und sorgt dafür, dass die Haut geschmeidig und glatt bleibt. Dieses Gemisch wird als Hydrolipidfilm bezeichnet und sorgt für die notwendige Feuchtigkeit. Gleichzeitig schützt er vor übermäßigem Wasserverlust.

• Säureschutzmantel

Im wässrigen Anteil des Hydrolipidfilms bildet sich ein widerstandsfähiger Säureschutzmantel mit einem pH-Wert von 4,9 bis 5,9. Zusammen mit den Abwehrzellen schützt der Säureschutzmantel den Körper vor Infektionen.

Die Haut – ein wirkungsvolles Schutzschild
Die Haut – ein wirkungsvolles Schutzschild

Darüber hinaus wirkt die Haut als Klimamembran und Sinnesorgan. Über die Schweißbildung wird der Temperaturhaushalt des Körpers gesteuert. Zusammen mit dem Fett der Talgdrüsen bildet der Schweiß einen Schutzfilm gegen viele Bakterien. Eingelagerte Nervenfasern machen die Haut außerdem zu einem Sinnesorgan, das taktile Reize oder Schmerzen an das Gehirn weiterleitet. Über die Haut können wir Temperaturen fühlen, Warnsignale wie Fieber anzeigen und Wirkstoffe von Medikamenten aufnehmen.

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