Der Schwermut wirksam begegnen

Depressionen sind nichts, wofür sich Menschen, die an Morbus Parkinson erkrankt sind, schämen müssen. Mit der richtigen Behandlung kann es sogar gelingen, die eigene Erkrankung besser zu verstehen.

Niedergeschlagenheit, keine Freude und gänzlich ohne Antrieb – Symptome wie diese sind nicht selten Begleiterscheinungen von Morbus Parkinson. Bei rund 40 bis 50 Prozent der Betroffenen sind Depressionen eine typische Begleiterkrankung. Vielfach ist zu beobachten, dass Depressionen einige Zeit vor den ersten motorischen Anzeichen der Erkrankung an Morbus Parkinson auftreten. Selbst für erfahrene Parkinson-Mediziner ist es nicht immer ganz einfach, herauszufinden, ob eine Depression eine Begleiterscheinung von Morbus Parkinson ist oder ob, die Parkinson-Erkrankung ursächlich ist. Hinzu kommt, dass eine Depression nicht so einfach zu diagnostizieren ist. Selbst das Vorliegen mehrerer Symptome ist noch kein klarer Hinweis.

Die Behandlung von Drepressionen erfolgen oft medikamentös mittels Antidepressiva. Ergänzend können kognitive Verhaltenstherapien darauf hinwirken, negatives Denken in positives umzulenken. Interpersonelle Therapien beinhalten die enge Arbeit des Therapeuten mit seinem Patienten. Gemeinsam suchen sie die Auslöser der Depression und versuchen diesen zu begegnen.

Wichtig ist aber auch: Nicht jede Verstimmung oder Schlafstörung sind sofort der Beginn einer Begleitdepression. Gleiches gilt für Appetitlosigkeit oder Konzentrationsstörungen. Oftmals vertreiben schon Spaziergänge oder Bewegung an der frischen Luft schwermütige Gedanken und drehen die Stimmung ins Positive.

Der Schwermut wirksam begegnen
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