Bloß nicht aus dem Gleichgewicht geraten

Schlurfender Gang, Tippelschritte oder Tremor und Bewegungsstörungen – Menschen mit M. Parkinson begleitet ein großes Risiko aus dem Gleichgewicht zu geraten. Ein gezieltes Training kann Stürze verhindern.

Probleme, das Gleichgewicht zu halten, zählt für viele Menschen mit M. Parkinson zum Alltag. Selbst durch die besten Vorsichtsmaßnahmen lassen sich Stöße und Stolpern nicht zur Gänze vermeiden. Eine Sturzgefahr ist für die Erkrankten jederzeit vorhanden. Maßnahmen zur Vermeidung von Stürzen sind deswegen sinnvoll. Vor allem in fortgeschrittenen Krankheitsstadien ist die Sturzprävention sehr wichtig. Ein funktionelles Gleichgewichtstraining kann dazu beitragen, schlimme Stürze zu vermeiden oder die Folgen abzumildern.

Mit gezielten Ausfallschritten nach vorne, zur Seite und nach hinten können Sie die Reaktion auf Stöße und Stolperer gut trainieren. Führen Sie diese Schritte möglichst groß aus. Das unterstützt sie im Falle eines Falles dabei, sich nach einem Verlust des Gleichgewichts schnell wieder zu stabilisieren.

Für mehr Sicherheit sorgen auch Schubs-Übungen. Sie sind Bestandteil sogenannter Pulsions-Therapien und sollten gemeinsam mit einem Therapeuten trainiert werden. Dieser steht bei der Übung hinter dem Patienten, fasst ihn mit beiden Händen an den Schultern und zieht diesen mit einem kräftigen Ruck nach hinten. Der Patient reagiert mit einem Ausfallschritt, um das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Bloß nicht aus dem Gleichgewicht geraten

Begutachten Sie auch Ihr Wohnumfeld und beseitigen Sie konsequent potenzielle Stolperfallen. Befestigen Sie lose Kabel und halten Sie den Boden frei von Gegenständen. Räumen Sie Matten und Teppiche weg oder versehen sie diese mit rutschfesten Matten.

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