Berufstätigkeit trotz M. Parkinson?

Sollte das Fortschreiten der Morbus-Parkinson-Erkrankung die aktive Teilnahme am Berufsleben erschweren, dann ist es ratsam, dass Sie sich frühzeitig Unterstützung suchen, um eine soziale Absicherung zu organisieren.

Bekanntlich ist Morbus Parkinson eine fortschreitende Erkrankung. Deswegen ist gerade zu Beginn der Erkrankung und während der sogenannten Drug-Honeymoon-Phase für viele Betroffene eine uneingeschränkte Berufstätigkeit möglich. Schreitet die Krankheit jedoch voran, so können sich daraus durchaus Schwierigkeiten bei der Erfüllung beruflicher Herausforderungen ergeben. In diesem Fall ist es wichtig, abzuklären, ob eine Reduzierung der Berufstätigkeit oder gar das Ausscheiden aus dem Beruf sinnvoll ist. Als Betroffener sollten Sie sich Unterstützung bei Ihrem behandelnden Neurologen – möglicherweise auch einem Sozialarbeiter – und bei einem Rentenberater holen. Diese Menschen begleiten Sie und bereiten Sie auf anstehende Veränderungen vor.

Für den Rentenversicherungsträger ist Ihre Erwerbsfähigkeit von verschiedenen Faktoren abhängig. Wichtigster Parameter ist der Grad der Ausprägung Ihres M. Parkinson. Weiterhin fließt die Wirkung der Medikamente in die Beurteilung ein und natürlich der Beruf, den Sie ausüben. Zur sozialen Absicherung sollten Sie sich außerdem Ihren Grad der Behinderung (GdB) vom Versorgungsamt bescheinigen lassen. Teilen Sie den GdB unbedingt Ihrem Arbeitgeber mit, über die Art der Erkrankung müssen Sie dem Arbeitgeber dagegen nicht informieren. Denken Sie im Zusammenhang mit den GdB auch an den verbesserten Kündigungsschutz, den Sie damit genießen.

Berufstätigkeit trotz M. Parkinson?

Ob Sie Ihre Kollegen darüber informieren, dass Sie an Morbus Parkinson erkrankt sind, sollten Sie sich gut überlegen. Entscheidend dürfte es sein, ob Sie damit auf Verständnis und Akzeptanz der Kollegen stoßen.

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