Absicherung und Kriterien einer RLS-Diagnose

Insgesamt vier notwendige Kriterien müssen erfüllt sein, damit Neurologen die Diagnose Restless Legs Syndrom stellen. Das Vorliegen von drei zusätzlichen Kriterien stützt die Diagnose.

Restless Legs Syndrom (RLS) tritt überwiegend abends oder nachts auf. Zentrale Symptome sind Bewegungsunruhe und Missempfindungen. Für die Diagnose eines RLS durch den Arzt müssen vier – sogenannte essenzielle – Kriterien unbedingt vorliegen.

1. Bewegungsdrang in den Beinen

In der Regel zeigt sich der Bewegungsdrang in den Beinen. Andere Körperregionen wie die Arme oder der Rumpf können auch betroffen sein.

2. Unangenehme Empfindungen in Ruhezeiten

Bewegungsdrang und Missempfindungen der Beine. Die Missempfindungen kommen aus der Tiefe der Unterschenkel und werden als Hitze oder Kälte, Kribbeln, Reißen, Ziehen oder Schmerz wahrgenommen.

3. Besserung der Beschwerden bei Aktivität

Bewegungsdrang und Missempfindungen bessern sich ganz oder teilweise durch Aktivitäten (Laufen, Dehnen oder auch geistige Tätigkeiten). Wichtig: Die Besserung hält so lange an wie die Tätigkeit ausgeübt wird.

4. Beschwerden treten abends, nachts und in Ruhe auf

Bewegungsdrang oder Missempfindungen sind abends bzw. nachts stärker als tagsüber. Tagsüber treten sie in Ruhephasen (z. B. beim Sitzen) auf.

Ergänzend zu den vier Kriterien gibt es drei – sogenannte supportive – Kriterien, die dazu dienen, eine RLS-Diagnose zu unterstützen.

Absicherung und Kriterien einer RLS-Diagnose
Absicherung und Kriterien einer RLS-Diagnose

• Erbliche Faktoren

Leidet ein Familienmitglied an RLS, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Angehörige ebenfalls an RLS erkranken um den Faktor drei bis fünf.

• Positiver L-Dopa-Test

Bessern sich die Beschwerden nach der einmaligen Gabe von L-Dopa, dann spricht man von einem positiven L-Dopa-Test.

• Periodische Beinbewegungen

Periodische Beinbewegungen (PLM) lassen sich bei den meisten Betroffenen nachweisen. Sie sind allerdings unspezifisch und treten auch bei anderen neurologischen Erkrankungen auf.

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