Julias Blog

Über die Diagnose sprechen

Hallo liebe Leser,

für mich war die Diagnose RLS damals eine große Erleichterung, weil ich meinen Mitmenschen endlich sagen konnte, was mit mir los ist, und warum ich manchmal einfach so da sitze und mit meinen Beinen wackeln muss. Ein paar Mal wurde ich von Freunden nämlich gefragt, ob ich nervös sei oder ob ich nicht aufhören könnte mit den Beinen zu wackeln.

Meine Erkrankung habe ich nie verheimlicht, und mit jedem, der mich gefragt hat, offen darüber gesprochen. Denn schon früh musste ich lernen, wie wichtig es ist und wie gut es einem tut, wenn man offen mit seiner Familie, seinem Partner und seinem Umfeld über das Thema spricht, was nicht immer leicht ist.

Meine Familie hat es sofort nach der Diagnose erfahren und nach und nach auch alle meine Freunde - immer dann, wenn es eine passende Gelegenheit gab, offen darüber zu sprechen. Mit meinen Kollegen auf der Arbeit habe ich erst spät darüber gesprochen, da mich mein RLS auf der Arbeit kaum einschränkt und meine Beschwerden zum Glück immer erst am Abend auftreten.
Negative Reaktionen habe ich bisher keine erlebt, es hat mich sogar verwundert, dass einige meiner Freunde wussten, was RLS ist. Dabei hat sich sogar herausgestellt, dass mein bester Freund auch RLS hat. Für euch habe ich ein paar nützliche Tipps zusammengestellt, die mir geholfen haben:

- Versucht offen über die Erkrankung zu sprechen, unsere Mitmenschen können einen dadurch viel besser verstehen und sich in uns hineinversetzen und haben Verständnis für die Situation.

- Bindet eure Familie, den Partner oder die Freunde mit ein. Wie wäre es mit einem gemeinsamen Sparziergang vor dem Kinobesuch? Oder ein gemeinsamer Besuch im Fitnessstudio? Außerdem fördert es das Gemeinschaftsgefühl.

- Was auch helfen kann, ist sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, um über seine Erfahrungen sprechen zu können und zu erfahren, wie es anderen geht oder wie sie mit bestimmten Situationen umgehen. Es gibt dazu Selbsthilfegruppen oder vielleicht gibt es sogar in eurem näheren Umfeld jemanden mit RLS?

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht, wie hat euer Umfeld auf die Diagnose reagiert? Schreibt mir gerne eine Mail: info@LegaPlus.de

Eure Julia

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