Symptome und Beschwerden

RLS wird häufig spät erkannt

Aufgrund des individuell unterschiedlichen Krankheitsverlaufs von RLS ist es schwierig, allgemeine Aussagen zu den RLS-Symptomen zu treffen. Meist sind die Beine betroffen, seltener die Arme oder andere Regionen des Körpers. Besonders zu Beginn der Erkrankung sind die Beschwerden nur gering ausgeprägt und fehlen zwischenzeitlich bei einigen Patienten sogar ganz. Nicht zuletzt deswegen bleibt das RLS häufig über einen langen Zeitraum unerkannt.

Charakteristische Merkmale des Restless Legs Syndroms sind Bewegungsunruhe und Missempfindungen in den Gliedmaßen. Sie treten meist in Ruhephasen auf und lassen bei Bewegung nach. Sollte das RLS weiter fortgeschritten sein, lässt auch die lindernde Wirkung von Bewegungen nach.

Im Schlaf kommt es häufig zu sogenannten periodischen Beinbewegungen (Periodic Limb Movements in Sleep = PLMS). Diese bleiben oft unbemerkt, können aber zu einer verminderten Schlafqualität führen. PLMS können aber auch unabhängig von einem RLS auftreten.

Zeitpunkt der Beschwerden

Oftmals abends oder nachts – im Verlauf der Krankheit auch tagsüber

Zu Beginn eines RLS treten die beschriebenen Beschwerden oftmals abends und nachts auf. Die Intensität nimmt mit der Zeit zu. Tagsüber werden Beschwerden besonders zu Beginn des RLS seltener beobachtet. Im Verlauf der Erkrankung können sich die Symptome aber durchaus auf die Tagesstunden ausweiten oder verlagern. Schätzungen zufolge leiden 30 bis 60 Prozent der Betroffenen auch tagsüber an RLS-Symptomen.

Neben den abendlichen und nächtlichen Ruhephasen gibt es weitere Situationen, in denen die RLS-Symptomatik mit unterschiedlicher Intensität auftritt. Dazu zählen vor allem bewegungsarme Situationen wie Autofahrten, Kinobesuche oder längeres Fernsehen. Bettlägerigkeit oder die Ruhigstellung von Gliedmaßen (z. B. durch einen Gipsverband) können RLS-Beschwerden hervorrufen oder verstärken.

Auswirkungen auf den Alltag

Schlechte Nacht – schlechter Tag

Weil viele Betroffene meist in den Abend- und Nachtstunden eine starke Unruhe in den Beinen verspüren, kann sich ein RLS negativ auf die Schlafqualität auswirken. Die Folge: Schlechter Schlaf, der sich dadurch auszeichnet, dass die Betroffenen während der Nachtstunden mehrmals aufwachen. Um die Beschwerden zu lindern, laufen die Betroffenen dann – zum Teil über mehrere Stunden – umher. Ziel der nächtlichen Aktivität ist es, die Beschwerden durch Bewegung zu lindern. Ungestörter Schlaf und Erholung in der Nacht werden dabei zunehmend schwieriger – selbst wenn die Nachtaktivität für eine Linderung der Beschwerden sorgt.

Die Folgen des fehlenden nächtlichen Erholungsschlafs können weitere Beschwerden nach sich ziehen und die Lebensqualität zusätzlich beeinträchtigen. Betroffene berichten über chronische Müdigkeit am Tag, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen oder auch Kopfschmerzen.

Bewegungsunruhe oder Missempfindungen in den Gliedmaßen zählen zu den charakteristischen Merkmalen eines RLS.
Bewegungsunruhe oder Missempfindungen in den Gliedmaßen zählen zu den charakteristischen Merkmalen eines RLS.
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